Kurs WRA III/IV und Basispass Pferdekunde

Vom 3.10. - 7.10.2016 fand unser WRA-Kurs (III und IV) und Basispasskurs auf der Reitanlage Burgstall in Vorlahm statt. Unsere vollmotivierten Teilnehmer wurden eine Woche intensiv von den Trainerinnen Sonja Neidhardt und Almut Hirsch in Theorie und Praxis geschult, so dass am Prüfungstag alle Teilnehmer bestanden haben.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern für die schöne gemeinsame Woche. Der folgende Bericht von Susanne gibt einen persönlichen Einblick in diese Woche.

WRA-Kurs (IV und III) und Basispass-Kurs 03.10.-07.10.2016 in Vorlahm (Lkr. Bayreuth, Oberfranken, Bayern) – oder auch: Wie die Jungfrau zum Kinde…

Ein subjektiver Bericht.

„Ah, bei uns im Stall findet ein Westernreitabzeichen-Kurs statt. Und die bieten auch einen Basispass-Kurs an“ - Wenn das keine Gelegenheit ist, meinen Lebensgefährten, den ich zunehmend mit dem Pferdevirus habe infizieren können, in die Weihen der elementaren Pferde-Theorie einzuweihen..? Und ich selbst könnte mein eingestaubtes Wissen auch etwas aktualisieren.
Warum nicht..? Also: „Herr Ober, bitte zweimal Basispass-Kurs!“ So der Gedanke. Und die Anmeldungen. Es folgten zwei Umstände, die zu einer dezenten Erweiterung des Plans führten:
Zum einen konnte ich beim Vorbereitungstreffen, in dem organisatorische Fragen geklärt werden sollten, feststellen, dass an dem Kurs viele interessante Menschen teilnehmen würden. Menschen, mit denen ich durchaus bereit wäre, mehr als nur ein paar Stunden Kurs zu verbringen.
Dann diese Reitstunde bei Almut Hirsch (die den WRA-Kurs anbot), an der ich „versehentlich“ teilnahm. Nach der Stunde fragte sie, ob ich nicht Lust hätte, auch das WRA IV zu machen. Nun, wenn sie schon so fragt…
Leider war es mir nicht möglich, auf das bereits vorhandene DRA IV gleich das WRA III aufzusatteln (und ein III-er-Abzeichen benötige ich eigentlich für meine zukünftigen Pläne). Hier wäre es schön, wenn die Regelungen der verschiedenen Reitweisen noch besser ineinander greifen würden.
Aber warum nicht „Urlaub mit dem Pferd“ im eigenen Stall und mit Westernreit-Input – und wenn es denn klappen sollte, sogar dem WRA IV obendrauf..?
Dazu muss ich anmerken: Ich bin keine Westernreiterin. Oder nicht mehr. Oder noch nie wirklich gewesen. Nach einer längeren Karriere als Reiterin in der „klassisch englischen“ Reitweise und einem Abstecher ins Gangpferdereiten war ich zwar kurzzeitig beim Westernreiten gelandet (ein Jahr Unterricht auf der Green Ground Ranch) – und hatte mein Pferd gekauft, das western angeritten aber noch fast „roh“ war (PRE-Mix). Zusammen waren wir zwei über Jahre in meinem mutmaßliches Englisch-Western-Mixmax zur altklassisch-kalifornischen Reitweise nach Penquitt gekommen, blieben hier bald ein Jahrzehnt und sind dann in den letzten zwei-drei Jahren immer mehr in Richtung Barockes Reiten abgedriftet – also wieder zurück zum klassischen Reitstil, aber mit bewusst mit leichten Hilfen.
Und jetzt ein Westernreitabzeichen? Plötzlich war es angesagt, uns wieder unserer (sekundären) Wurzeln zu besinnen. Statt an Aufrichtung und Versammlung zu arbeiten, sollten wir zum Beispiel lege artis Trail-Hindernisse absolvieren. Na, das konnte ja witzig werden… Aber es ging ja (zumindest für mich) um Nichts. Nur um Spaß und neuen Input und eine kleine zusätzliche Herausforderung.
So denn, die Zeit des Kurses rückte näher. Am Sonntag reisten die Gastpferde aus verschiedenen Ecken aus Mittel- und Oberfranken im Reitstall Burgstall in Vorlahm (Landkreis Bayreuth) an – nur zwei der Pferde sind hier zuhause.
Die Gruppe war sehr vielfältig gestaltet, von „ich habe vor einem Jahr nach langer Pause wieder mit dem Reiten angefangen“ über „mein Pferd ist vier Jahre alt, das ist der erste Test für uns beide“ bis zur WRA-III-Kandidatin, die ihr IV-er-Abzeichen durch Turniererfolge hatte erwerben können. Diese war perfekt als Quelle für alles, was wir rund um den Westernreitturniersport wissen wollten oder sollten. Insgesamt waren wir Kandidaten/innen für 11 x Basispass, 9 x WRA IV und 2 x WRA III.
Montag früh startete dann das umfangreiche Programm für Basispass, WRA IV und WRA III: Pflege, Umgang mit dem Pferd und Führen, praktischer Reitunterricht mit Sitzschulung und individuellen Tipps für jede/n einzelne/n Reiter/in und Pferd, Trail-Hindernisse, Abteilungsreiten, Geländereiten.
Und umfangreiche Theorie  zu Pferd, Reiten, Utensilien, Haltung, Umgang, Westernreitsport… Aber das weiß die geneigte Leserschaft vermutlich zur Genüge.
Die Anlage bot sich für all dies durchaus an: Reithalle 20x40m, die morgens extra für uns reserviert war, zusätzlich zwei Reitplätze, davon einer mit Standardmaßen 20x60, überdachte Longierhalle (Roundpen…), nettes Gelände außen herum, gute Infrastruktur mit Reiterstübchen (Treffpunkt fürs Mittagessen, Kaffeemaschinen etc.), Tribünen-Zimmer für Unterhaltungen, die Schulungen und später auch die Prüfung. Und auch für die Gastpferde war gut gesorgt mit großen Boxen, Platz für die Utensilien, abgesteckten Paddocks, Fütterung nach Wunsch und der Möglichkeit, die gesamte Anlage zu nutzen.
Fakt ist: Wir waren gut beschäftigt. Und unsere Pferde ebenfalls. Wobei der wichtigste Punkt bei allen Übungen immer war: „Lasst Eure Pferde die Lektionen nicht auswendig lernen – sonst kommen sie Euch in der Prüfung zuvor.“
Elementarer Bestandteil solcher Veranstaltungen – und vielleicht wichtiger als alles andere: Die Gespräche nebenbei, das Miteinander, der Austausch – in Kollegialität und Freundschaft. Es ist unendlich spannend, von anderen Menschen, ihren Erfahrungen und ihrem Knowhow zu erfahren, mit zu fiebern, wenn etwas nicht so klappt wie erhofft, gemeinsam gute Lösungen zu finden und das Beste zu geben, damit es für alle gut „passt“ und sich alle zwei- und vierbeinige Akteure wohl finden.
Natürlich klappte nicht alles immer gleich 100%ig. Aber dazu hat man ja engagierte Trainerinnen dabei (Almut Hirsch, Trainerin B Westernreiten; Sonja Neidhardt, Trainerin C Westernreiten und Trainerin B Jungpferdeausbildung). Unser aller Entwicklung im positivsten Sinne zu unterstützen, gelang unseren Kursleiterinnen jederzeit hervorragend, das nur so nebenbei 
Alles steuerte Schritt für Schritt (oder Sprung für Sprung?) auf ein Ziel zu: die Prüfung! Zunehmende Panik der Beteiligten versuchten alle anderen jeweils klein zu reden oder auszublenden – mehr oder minder erfolgreich, um sich nicht anstecken zu lassen. Sogar ich hatte irgendwann einen Hauch von Nervosität in mir, obwohl  ich meine Teilnahme ja eher als „außer Konkurrenz“ verstanden hatte.
Der Prüfungstag war mehr als vollgestopft und logistisch durchaus eine Herausforderung. Ein Kompliment an unsere Kursleiterinnen, die die Abläufe prima im Griff hatten. Und Dank natürlich auch an die zahlreichen Helferinnen und Helfer, die dazu beitrugen, dass zum Beispiel in Windeseile die Trailparcours aufgebaut waren und die Zeitplanung mehr als nur pure Phantasie blieb.
Basispassprüfung, Geländeprüfung, Horsemanship für die III-er, Abteilung und Horsemanship für die IV-er, Trail für die II-er, Trail für die IV-er, dann die Pferde angemessen versorgen und trotzdem gleichzeitig schon bei der Theorieprüfung sein.
Hatte ich schon erwähnt, dass unsere Pferde wirklich alle ganz toll waren, auch wenn man dem einen oder anderem am fünften Tag zunächst angemerkt hatte, dass es sich über „schon wieder Arbeit?!“ wunderte? Wenn nicht: Sie waren es. Toll, meine ich. Wirklich. Alle miteinander! Und als würden sie ahnen, dass es „darauf ankommt“ bei der Prüfung. Aber: Über einen freien Tag am Samstag haben sie sich dann aber vermutlich alle gefreut…
Aber zurück zur Prüfung: Wie es sich gehört, wurden wir von je einer Richterin der EWU und der FN geprüft. Grundsätzlich ist das eine gute Sache, weil sich durch so eine Zusammenarbeit die verschiedenen „Schulen“ regelmäßig die Hand reichen und das gegenseitige Verständnis erweitert wird.
Was wir allerdings auch feststellen durften: Auch Richterinnen können noch etwas lernen bei solchen Prüfungen – zum Beispiel, dass die Skala der Ausbildung und auch die Hilfengebung sich im Westernreiten zum Teil deutlich von der „Englisch“-Version unterscheidet. Die kleinen Verwirrungen ob dieser Unterschiede führten jedoch zu einer Diskussion, die zum erweiterten Verständnis zwischen „Englisch-Hopplern“ und „Lasso-Schwingern“ beigetragen konnten.
Sehr angenehm im Prüfungskontext war, dass wir uns oft eher wie in einem interessierten Gespräch mit zusätzlichem Input gefühlt haben als in einer beängstigenden Prüfungssituation. So sollte das sein!
Das Ergebnis? Nun, wie soll es anders sein nach so toller Vorbereitung: 100% Erfolgsquote – wir haben alle bestanden!
Ach, übrigens: Nach der Prüfung hatte ich gegenüber einigen Teilnehmerinnen erwähnt, dass ich ja eigentlich keine Westernreiterin bin (und mein Pferd kein Westernpferd). War mir schlicht niemand glaubte. Was das bedeutet? Wohl kaum, dass ich eine so geniale Reiterin wäre, dass ich mich (und mein Pferd gleich mit) so toll hätte „verstellen“ können, dass es nicht aufgefallen wäre.
Meine persönliche Erkenntnis, die sich durch diese Woche wieder einmal bestätigen konnte: Es sind Pferde, die wir reiten. Vielleicht mit zuweilen etwas verschiedenen Zielsetzungen und Schwerpunkten. Vielleicht mit unterschiedlichen Formen der Konditionierung auf reiterliche Hilfen. Vielleicht mit mal weniger und mal mehr Einwirkung (wobei man darüber durchaus diskutieren könnte – und Perversionen gibt es in allen Sparten des reiterlichen Leistungssports, egal auf welche Reitweise man guckt).
Wie gesagt: Es handelt sich um PFERDE, die wir reiten. Es handelt sich um Reiter, die Spaß mit ihren Tieren und an ihrem Sport haben möchten, sich gerne auch einmal ein bisschen mit anderen messen oder für sich selbst einen Meilenstein absolvieren wollen. Und welchen Sattel, welche Stiefel und welche Kleidung man trägt, ist schlicht und einfach egal. Hauptsache es geht den Pferden dabei gut.
Und, ja, ich gebe zu: Es gibt Menschen, die mehr darauf achten, dass ihre Pferde entspannt und gleichzeitig zuverlässig und gehorsam sind. Und andere, denen das möglicherweise (leider) nicht so wichtig ist oder die das vielleicht nie so gelernt haben (was dann sehr schade ist für alle Beteiligten!).
Ab und zu ist es gar nicht so schädlich, einmal über den Tellerrand zu gucken und sich den einen oder anderen Tipp von anderen Reitern und Reitweisen abzugucken.
Ich zitiere die FN-Richterin: „Ach ja, Westernpferde können ja auch alle rückwärts laufen“. Stimmt. Und das tun sie üblicherweise völlig entspannt. Auf FN-Turnieren sieht man da leider zuweilen andere Bilder. Ganz richtig. Und doch ist mein Pferd englisch geritten und kann trotzdem auch entspannt rückwärts gehen. Weil das sinnvoll und wichtig ist für Gehorsam und Gymnastizierung und weil es Abwechslung in den Alltag bringt. Ob ein Pferd gut und feinfühlig geritten ist, hat nichts mit der Reitweise zu tun.
Das war der „moralische“ Anteil dieses Berichts.
Und was ist nun das Fazit?
Der Kurs war cool. Und das III-er-Abzeichen mache ich gerne auch über die EWU Und ich werde es auch weiterhin genießen, mir gute Anregungen ohne Vorurteile auch von anderen Reitweisen zu holen. Ätsch! Es könnte aber sein, dass mein zukünftiger Schwerpunkt wieder ein bisschen mehr in Richtung Western tendiert…
Danke allen Beteiligten für eine wirklich tolle Woche, eine tolle Gruppe, sehr nette Pferde, interessante Erfahrungen. Das bedarf eindeutig der Wiederholung

Susanne Bühner

Jana - vom unreitbaren Pony zum motivierten Lehrpferd

 

Auf der Suche nach einem Dartmoor Pony - allgemein als ideales Kinderpony bekannt - fanden wir Jana, eine besonders hübsche Vertreterin ihrer Rasse. Bereits beim Anschauen berichtete uns die Besitzerin von ihren Problemen. Sie sollte auch dort im Reitunterricht mitgehen, ließ aber die Kinder auf ihrem Rücken regelrecht „verhungern“. Sie ging dann keinen einzigen Schritt mehr vorwärts und reagierte auf jeglichen Druck mit Gegenwehr. Trotzdem entschieden wir uns dazu, Jana mitzunehmen und mit ihr nochmal von vorne anzufangen.

Bei uns angekommen, durfte sie sich erst einmal ein paar Tage einleben und ihre neue Herde kennen lernen. Als dann die erste Trainingseinheit auf dem Programm stand, zeigte sie uns an der Longe ihr komplettes Repertoire. Da wurde gebuckelt, gestiegen und gezielt nach dem Longenführer geschlagen. Doch wir ließen uns nicht aus der Ruhe bringen. „Sie kennt es nicht anders und hat Angst, dass ihr Aufgaben gestellt werden, die sie nicht bewältigen kann“, kommentierte Sonja in ruhigem Ton das Verhalten. Und diese Ruhe begann sich bald auf Jana zu übertragen. Mit liebevoller Konsequenz, dem richtigen Timing und der Fähigkeit, die Angst des kleinen Ponys zu erkennen gelang es Sonja nun, Jana auf sich zu konzentrieren und erste Schritte in eine neue Richtung mit ihr zu gehen. Und siehe da, Jana begann, locker an der Longe zu laufen, konnte sich mehr und mehr entspannen und am Ende zufrieden abschnauben. In diesem Sinne wurde die Einheit sofort beendet und der Weg von Jana, den Menschen nicht mehr nur als Feind, sondern als Partner, mit dem sich eine Kooperation lohnt, anzusehen, begann. Nachdem Jana behutsam vom Boden aus gearbeitet wurde, konnte mit dem Reiten begonnen werden. Auch in dieser Situation verfiel Jana anfangs in alte Muster und wollte nicht vorwärts laufen. Mit den bereits erarbeiteten Grundlagen der Bodenarbeit konnte Jana jedoch durch Sonja motiviert werden, die kleine Reiterin doch zu tragen und so neue Erfahrungen zu sammeln.

Jana bot uns an, gebisslos zu laufen. Das Sidepull nahm sie sehr schön an und sie arbeitete von Einheit zu Einheit immer schöner mit. Innerhalb weniger Wochen wurde so aus Jana ein motiviertes Pony, das nun bereits gelegentlich im Reitunterricht eingesetzt wird. Mit Rücksicht auf ihre körperlichen und mentalen Voraussetzungen haben wir einen Trainingsplan für sie erstellt, der Jana nicht überfordert. So wird Jana behutsam gezeigt, dass sie sich auf eine neue, vertrauensvolle Bindung mit dem Menschen einlassen kann.

 

DQHA Fohlenschau auf der Green Valley Ranch in Parkstein

[2015 Sep 06] - Wir stellten heute unseren Nachwuchs "Niftys Silent Glow" (Niftys Toffee Chip x Small Town Silence) auf der DQHA Fohlenschau in Parkstein vor. Er überzeugte als jüngster Teilnehmer die Richter und sicherte sich den 2. Platz in der Wertung der Hengste und konnte den 2. Platz auch in der Gesamtwertung behaupten. Wir sind mehr als stolz auf das erste Fohlen unserer Silence, das sicher nicht das letzte sein wird. Denn auch weiterhin möchten wir mit unserer kleinen Zucht qualitativ hochwertige Fohlen ziehen.


Wir freuen uns, dass Glow mit Sharon Mehlin, die ihn heute vorstellte, eine neue Besitzerin gefunden hat, die sein Potential weiter fördern wird. Wir wünschen ihr alles Gute und eine schöne und erfolgreiche gemeinsame Zeit mit Glow. Viel Spaß mit dem Traumprinzen

EWU Turnier Pinewood Ranch Fichtelberg

Der erste Turniertag auf der Pinewood Ranch in Fichtelberg ist trotz der Hitze sehr erfolgreich verlaufen. 

Glückwunsch an die Gewinner und Platzierten

Für unsere Pferde gab es Abkühlung durch nasse Fliegendecken und Ruhepausen im Schatten, für die Reiter ein Ausflug zum Fichtelsee.

Das Schwitzen hat sich auch am zweiten Tag wieder für unsere Jungs und Mädels gelohnt.

Sie wurden mit zahlreichen Schleifen und weiteren Pokalen belohnt. Zudem gab es Sachpreise für die Platzierten. Besonders stolz sind wir auf Mara, die sich mit Schulpony Luna den Allround Champion in der LK3B sicherte. Und das, obwohl sie Luna erst zum zweiten Mal einhändig vorgestellt hat.


Des war voll subba cool

Trotz der Hitze hat das Turnier viel Spaß gemacht, nicht zu letzt dank der guten Organisation - wir sind auch im nächsten Jahr wieder dabei!